Verantwortungsvolles Spielen

Glücksspiel ist Unterhaltung mit Preis: Bei Roulette, Blackjack, Baccarat, Game Shows und Slots wirkt auf lange Sicht der Hausvorteil, bei Sportwetten die Marge in jeder Quote. Was Sie selbst in der Hand haben, ist das Budget – wie viel Geld und wie viel Zeit Sie einsetzen. Diese Seite zeigt, wie Sie bei Garage oder anderswo Grenzen setzen, woran Sie erkennen, dass das Spielen kippt, und wo Sie in Österreich Hilfe bekommen. Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt.

Fünf Grundregeln

Ein Budget in Euro, das hält

Ein Rechenbeispiel: Bleiben nach Miete, Fixkosten und Sparen 200 € im Monat für Freizeit, könnten 40 € davon für Spiele reserviert sein – also rund 10 € pro Woche. Dieser Betrag wird als Einzahlungslimit im Konto eingetragen, nicht nur im Kopf. Ist er aufgebraucht, ist die Woche vorbei. Gewinne können Sie zum Teil auszahlen lassen, bevor Sie weiterspielen; so bleibt ein guter Abend auch ein guter Abend.

Das Tempo von Live-Tischen und Livewetten

Live-Casino wirkt gemächlicher als ein Slot, ist es aber nicht immer: Eine Runde Live-Roulette oder Baccarat dauert oft weniger als eine Minute, Game Shows mit Bonusrunden halten die Spannung bewusst hoch. Bei Livewetten wechseln die Quoten im Sekundentakt, und nach jedem Tor lockt der nächste Markt. Wer mit 2 € pro Runde spielt, setzt in einer Stunde schnell über 100 € um. Planen Sie deshalb Sitzungen mit fester Dauer, legen Sie den Einsatz pro Runde vorher fest und erhöhen Sie ihn nicht nach Verlusten.

Warnsignale ehrlich prüfen

Haben Sie schon Geld verwendet, das für Rechnungen gedacht war? Verschweigen Sie vor Familie oder Partner, wie viel Sie spielen? Werden Sie unruhig, wenn Sie eine Pause machen? Spielen Sie weiter, um Verluste wieder hereinzuholen? Wenn Sie zwei dieser Fragen mit Ja beantworten, ist das ein ernstes Zeichen – und ein guter Moment, mit jemandem darüber zu reden.

Werkzeuge im Konto

Einzahlungslimits, Zeitlimits, Auszeiten und Spielsperren finden Sie bei den meisten Anbietern in den Kontoeinstellungen. Welche Werkzeuge Garage anbietet, steht im Kundenbereich des Betreibers. Wichtig für Österreich: Ein zentrales Sperrregister gibt es derzeit nicht – eine Sperre gilt nur bei dem Anbieter, bei dem Sie sie einrichten. Details unter Spielsperre und Limits.

Schutz von Minderjährigen

Speichern Sie Zugangsdaten nicht offen im Browser, sperren Sie Geräte mit einem Code und nutzen Sie Kinderschutz-Einstellungen. Zahlungsmittel wie Karten oder Gutscheincodes gehören nicht in Kinderhände.

Häufige Fragen

Wo bekomme ich in Österreich Hilfe bei Spielsucht?
Die Spielsuchthilfe in Wien berät österreichweit Betroffene und Angehörige, kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym. Telefon 01 544 13 57, aus dem Ausland +43 1 544 13 57, Website spielsuchthilfe.at. Weitere Stellen in allen Bundesländern listet das Finanzministerium.
Ist der Anruf bei der Spielsuchthilfe kostenlos?
Kostenfrei sind die Beratungs- und Therapieangebote. Die Nummer selbst ist ein Wiener Festnetzanschluss; ob der Anruf etwas kostet, hängt von Ihrem Tarif ab. Alternativ gibt es eine Onlineberatung auf der Website.
Ab welchem Alter darf man in Österreich spielen?
Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Wer Kinder im Haushalt hat, sollte Zugangsdaten nicht im Browser speichern und Geräte mit Kinderschutz-Einstellungen absichern.
Ich habe Freunde, die viel verspielen. Was kann ich tun?
Sprechen Sie in Ruhe an, was Ihnen aufgefallen ist, ohne Vorwürfe. Auch Angehörige können sich bei der Spielsuchthilfe beraten lassen. Geld zu leihen, um Spielschulden zu decken, hilft meist nicht weiter.
Sind Gewinne ein Zeichen, dass ich gut spiele?
Nein. Bei Roulette, Baccarat, Slots und Game Shows entscheidet der Zufall, und der Hausvorteil wirkt auf lange Sicht gegen die Spieler. Auch bei Sportwetten enthält jede Quote eine Marge des Buchmachers. Kurzfristige Gewinne ändern daran nichts.

Lizenz, Altersnachweis und Rechtslage

Online-Casino ist in Österreich nur mit einer Konzession nach dem Glücksspielgesetz erlaubt; Garage ist nicht in Österreich konzessioniert. Welche ausländische Lizenz der Betreiber angibt, steht im Footer seiner Seite – sie ist keine österreichische Konzession. Das Alter wird bei Anbietern üblicherweise bei der Identitätsprüfung mit einem amtlichen Lichtbildausweis abgeglichen. Mehr dazu unter Bewertung; diese Seite ist keine Rechtsberatung.

Welches Werkzeug wofür?

Für die meisten Menschen ist ein moderates Einzahlungslimit plus eine Sitzungserinnerung der richtige Anfang: Beides schränkt kaum ein, macht das eigene Verhalten aber sichtbar. Eine Auszeit hilft nach einem Abend, der aus dem Ruder gelaufen ist. Eine Spielsperre ist das stärkste Mittel – sie ist für eine bestimmte Dauer bindend und soll genau dann wirken, wenn der Wunsch weiterzuspielen am größten ist. Ein Limit zu senken wirkt bei vielen Anbietern sofort, eine Erhöhung erst nach einer Wartefrist.

Weiterführende Seiten

Wo Sie Hilfe finden

Die Spielsuchthilfe (Stolberggasse 26, 1050 Wien) bietet Prävention, Beratung, Therapie und Betreuung für Glücksspielabhängige und Angehörige – österreichweit, kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym. Termine gibt es telefonisch unter 01 544 13 57 (+43 1 544 13 57) oder per E-Mail; auf der Website ist auch Onlineberatung möglich. Beratungsstellen in allen Bundesländern finden Sie in der Liste der Hilfsangebote des Finanzministeriums.

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